Ogliastra & Südostsardinien: Zwischen Traumstränden, türkisblauem Meer und Sardinien pur

Aktualisiert: vor 3 Stunden
Meine persönlichen Highlights zwischen Muravera, Costa Rei, Villasimius, Santa Maria Navarrese und der spektakulären Baunei-Küste.
Manche Reiseziele besucht man einmal und hakt sie anschließend von der Bucket List ab. Sardinien gehört für mich nicht dazu.

Bereits im Frühjahr 2023 hatte ich mich in die italienische Mittelmeerinsel verliebt und die beeindruckenden Landschaften im Norden, Nordosten und Nordwesten erkundet. Doch Sardinien ist viel zu vielfältig, um es in einer einzigen Reise wirklich kennenzulernen. Deshalb führte mich mein zweiter Sardinien-Urlaub diesmal in eine Region, die von vielen Reisenden noch immer unterschätzt wird: die wilde und ursprüngliche Ostküste rund um die Ogliastra sowie der faszinierende Süden und Südosten der Insel.
Was mich dort erwartete, waren spektakuläre Küstenlandschaften, versteckte Buchten mit kristallklarem Wasser, charmante Orte zwischen Bergen und Meer und eine Ursprünglichkeit, die mich vom ersten Moment an begeistert hat. Fernab großer Touristenströme zeigt sich Sardinien hier von einer besonders authentischen Seite.
Zwei Wochen lang erkundete ich traumhafte Strände, kurvenreiche Panoramastraßen, malerische Küstenorte und einige der schönsten Naturkulissen der Insel. In diesem Beitrag nehme ich dich mit in die Ogliastra und den Südosten Sardiniens, teile meine persönlichen Highlights und zeige dir, warum dieser Teil der Insel für mich zu den schönsten Regionen Europas gehört.
Muravera und der Spiaggia Feraxi: Mein erster Ausflug in den Südosten Sardiniens
Nach der Anreise und den ersten Eindrücken rund um meine Unterkunft in den Abba Urci Residences stand am zweiten Urlaubstag der erste Ausflug auf dem Programm. Mein Ziel war das rund 45 Minuten südlich gelegene Muravera, ein kleines Städtchen im Südosten Sardiniens.
Auf dem Weg nach Muravera legte ich zunächst einen Zwischenstopp am Torre di San Giovanni di Sarralà ein. Der historische Wachturm diente einst dazu, den Küstenabschnitt zwischen Quirra und Capo Sferracavallo zu überwachen und mögliche Angriffe über das Meer frühzeitig zu erkennen. Die Anfahrt ist unkompliziert, führt allerdings auf den letzten Metern über teilweise unbefestigte Sandwege.
Das Beste daran: Die Besichtigung ist komplett kostenlos. Wer ohnehin Richtung Muravera unterwegs ist, kann diesen kleinen Abstecher problemlos mitnehmen und wird mit einem schönen Ausblick auf die Küste belohnt.
Anschließend ging es weiter nach Muravera. Das kleine Städtchen versprüht genau den Charme, den man sich von einem authentischen sardischen Ort erhofft. Bunte Fähnchen spannen sich zwischen den Häusern, die hübsche Chiesa di San Nicola di Bari bildet einen der zentralen Blickpunkte, und rund um den historischen Portico Petretto spielt sich das alltägliche Leben der Einheimischen ab.
Muravera ist kein Ort voller spektakulärer Sehenswürdigkeiten, sondern vielmehr ein Ort zum Durchatmen, Bummeln und Genießen. Besonders überrascht hat mich ein kleiner, von Asiaten betriebener Laden, der sich als echter Geheimtipp für Strandurlauber entpuppte. Von Strandkleidung über Sonnenschirme bis hin zu Liegestühlen gab es hier praktisch alles, was man für einen perfekten Tag am Meer benötigen könnte.
Bevor es weiterging, gönnte ich mir noch einen Cappuccino in einem kleinen Café in einer Seitenstraße der Via Roma. Für gerade einmal 1,30 Euro schmeckte er gleich doppelt so gut. Solche Momente sind es oft, die eine Reise besonders machen: keine großen Attraktionen, sondern die kleinen Entdeckungen am Wegesrand.
Mein eigentliches Tagesziel wartete jedoch noch auf mich: der Spiaggia Feraxi.
Die Fahrt dorthin führte über eine Mischung aus Landstraßen und schmaleren Zufahrtswegen, war aber jederzeit problemlos zu bewältigen. Vor Ort angekommen, war ich vor allem von der entspannten Parksituation begeistert. Da ich erst am frühen Nachmittag eintraf, zahlte ich lediglich 5 Euro Parkgebühr. In der September-Saison kostet ein Tagesticket regulär 8 Euro. In den Sommermonaten dürften die Preise vermutlich noch etwas höher liegen.
Der Spiaggia di Feraxi liegt an der Südostküste Sardiniens in der Gemeinde Muravera, zwischen den Dünen- und Lagunenbereichen von Sarrabus. Der Strand ist rund zwei Kilometer lang und besteht aus feinem, bronze- bis hellsandigem Material. Hinter dem Ufer liegen flache Gewässer und Feuchtgebiete, die das Landschaftsbild prägen. Besonders auffällig ist der weite, offene Strandverlauf mit dem ausgewiesenen Bereich für FKK links am Strand. Feraxi eignet sich für lange Spaziergänge am Wasser und für alle, die einen naturgeprägten Küstenabschnitt mit wenig dichter Bebauung suchen.
Der Ausflug nach Muravera und der erste Strandtag am Spiaggia Feraxi machten mir schnell klar, was den Südosten Sardiniens so besonders macht: Jeder Strand besitzt seinen eigenen Charakter. Mal erwarten dich lange Sandstrände mit ausreichend Parkmöglichkeiten, mal versteckte Buchten mit karibisch anmutendem Wasser und oft liegen nur wenige Kilometer zwischen zwei völlig unterschiedlichen Küstenabschnitten.
Statt jeden einzelnen Urlaubstag chronologisch nachzuerzählen, möchte ich dir deshalb die Strände vorstellen, die mich während meiner Reise besonders begeistert haben. Dabei nehme ich dich gleichzeitig mit in die kleinen Orte und Regionen, die als Ausgangspunkt für diese Ausflüge dienten und verrate einige praktische Tipps für deinen eigenen Sardinien-Urlaub.
🏖️ Meine schönsten Strandentdeckungen auf Sardinien
Spiaggia Feraxi
🌴 Eindruck: Der Spiaggia Feraxi wirkte auf mich ursprünglich und ruhig. Der breite Strandabschnitt, die umliegende Natur und die fast unbebaute Umgebung verleihen ihm einen sehr entspannten Charakter.
💙 Wasserfarbe: Das Wasser zeigte sich bei meinem Besuch in wunderschönen Blau- und Türkistönen. Der Strand ist flach abfallend.
🅿️ Parken: Die Parkplatzsituation empfand ich als sehr unkompliziert. In der Nebensaison zahlte ich am Nachmittag lediglich 5 Euro. Wer früher kommt, sollte mit den regulären Tagestarifen rechnen.
👨👩👧👦 Für wen geeignet? Ideal für Ruhesuchende, Paare, Naturliebhaber und alle, die lange Strandspaziergänge mögen. Durch die Weitläufigkeit verteilt sich selbst bei höherem Besucheraufkommen alles sehr angenehm.
✨ Mein persönliches Fazit: Für mich war der Spiaggia Feraxi der perfekte Auftakt meiner Entdeckungen im Südosten Sardiniens. Kein spektakulärer Postkartenstrand wie Porto Giunco, dafür aber authentisch.
💡 Mein Tipp: Am Nachmittag besuchen, da ist das Licht besonders auf dem Meer.
Tuerredda Beach & Su Guideu
🌴 Eindruck: Der Tuerredda Beach gehört zweifelsohne zu den bekanntesten und meistfotografierten Stränden Sardiniens. Schon beim ersten Blick versteht man, warum. Die geschwungene Bucht, eingerahmt von sanften Hügeln und üppiger mediterraner Vegetation, erinnert eher an die Karibik als an das Mittelmeer. Trotz seiner Popularität strahlt der Strand eine besondere Schönheit aus, die mich sofort begeistert hat.
💙 Wasserfarbe: Das Wasser am Tuerredda Beach gehört zu den schönsten, die ich auf Sardinien gesehen habe. Je nach Sonnenstand wechseln die Farben von hellem Türkis über Aquamarin bis hin zu einem intensiven Tiefblau. Flachabfallend.
🅿️ Parken: Die Parkplatzsituation ist gut organisiert, allerdings sollte man insbesondere in der Hauptsaison früh anreisen. Aufgrund der Beliebtheit des Strandes sind die Plätze begrenzt und der Zugang wird reguliert. In der Nebensaison gestaltet sich die Anreise deutlich entspannter.
👨👩👧👦 Für wen geeignet? Tuerredda eignet sich hervorragend für Familien mit Kindern, Paare und alle, die kristallklares Wasser sowie perfekte Bedingungen zum Baden suchen. Wer allerdings absolute Ruhe und Einsamkeit bevorzugt, wird an weniger bekannten Stränden im Südosten möglicherweise glücklicher.
✨ Mein persönliches Fazit: Normalerweise bin ich eher ein Fan von versteckten Stränden und weniger bekannten Orten. Beim Tuerredda Beach mache ich jedoch gerne eine Ausnahme. Die Farben des Wassers, die geschützte Lage der Bucht und die beeindruckende Kulisse machen diesen Strand zu einem Ort, den man bei einer Sardinien-Reise mindestens einmal gesehen haben sollte. Für mich zählt er definitiv zu den schönsten Stränden im Süden der Insel, weil er fast schon Malediven-Flair hat.
💡 Mein Tipp: Besuche den Tuerredda Beach möglichst am Vormittag und außerhalb der Hauptsaison. So erlebst du die schönsten Lichtverhältnisse und kannst die außergewöhnlichen Wasserfarben besonders intensiv genießen. Beachte die Regulierung von maximal 1.100 Personen von Anfang Juni bis Mitte Oktober. 729 Personen können an den frei zugänglichen Bereich und 371 Personen in den Beachclubs sonnenbaden.
Ich selbst war im Tropicano Meditteraneo und hatte vorher reserviert. Der Zugang war dann sehr easy und eine Parkmöglichkeit inkludiert. Deine Buchung für den Beachclub kannst du ganz einfach per WhatsApp machen, die Telefonnummer findest du HIER. Und die generelle Buchung für deinen Besuch jeweils einen Tag vorher HIER. Beachte auch, dass für den Besuch der Strandabschnitte eine Umweltabgabe in Höhe von zurzeit 3 Euro fällig werden. Dies wird am Eingang auch direkt kontrolliert.
Cala Sinzias
🌴 Eindruck: Die Cala Sinzias gehört für mich zu den Stränden, die man auf den ersten Blick vielleicht etwas unterschätzt. Statt dramatischer Felskulissen erwartet dich hier ein langer, breiter Sandstrand, eingerahmt von Pinien und mediterraner Vegetation. Gerade diese Mischung aus Natur, Weite und entspannter Atmosphäre macht den besonderen Reiz des Strandes aus.
💙 Wasserfarbe: Das Wasser präsentiert sich in den typischen sardischen Blau- und Türkistönen. Besonders an sonnigen Tagen leuchtet das Meer in einem intensiven Türkis, während der helle Sandboden für eine beeindruckende Klarheit sorgt. Durch den flachen Einstieg eignet sich die Bucht wunderbar zum Schwimmen und für ausgedehnte Aufenthalte im Wasser.
🅿️ Parken: Direkt hinter dem Strand stehen mehrere kostenpflichtige Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Die Wege zum Strand sind kurz, sodass man auch mit Strandtaschen, Schirmen und Proviant nicht weit laufen muss.
👨👩👧👦 Für wen geeignet? Cala Sinzias ist ein echter Allrounder. Familien profitieren vom flachen Wassereinstieg, Paare genießen die schöne Kulisse und Strandliebhaber finden ausreichend Platz für entspannte Stunden am Meer. Auch für einen ganzen Strandtag mit Mittagessen und Spaziergängen eignet sich die Bucht hervorragend.
✨ Mein persönliches Fazit: Cala Sinzias ist eine gute Kombination aus feinem Sand, kristallklarem Wasser und einer sehr entspannten Atmosphäre und macht ihn damit zu einem perfekten Ort für einen klassischen Sardinien-Strandtag. Für mich gehört er definitiv in meine TOP 3 der schönsten Strände im Südosten der Insel.
💡 Mein Tipp: Direkt am Strand befindet sich der Beach Club Tamatete, der allein schon einen Besuch wert ist. Neben der traumhaften Lage habe ich dort die beste Pinsa Margherita gegessen, die ich jemals probiert habe.
Porto Giunco (Villasimius)
🌴 Eindruck: Der Spiaggia di Porto Giunco zählt zweifellos zu den bekanntesten Stränden Sardiniens und erfüllt sämtliche Erwartungen, die man an einen Postkartenstrand hat. Feiner, heller Sand, eine geschwungene Bucht und die traumhafte Kulisse zwischen Meer und Lagune machen diesen Ort zu einem echten Klassiker im Südosten der Insel. In der Lagune kannst du Flamingos entdecken.
💙 Wasserfarbe: Wenn man an das berühmte "Sardinien-Türkis" denkt, dann findet man es hier. Das Wasser leuchtet in unterschiedlichsten Blau- und Grüntönen und erinnert bei Sonnenschein tatsächlich an eine tropische Lagune. Durch den hellen Sandboden wirkt das Meer besonders klar und transparent.
🅿️ Parken: In unmittelbarer Nähe des Strandes befinden sich mehrere kostenpflichtige Parkplätze. Während der Hauptsaison empfiehlt sich eine frühzeitige Anreise, da Porto Giunco zu den beliebtesten Stränden rund um Villasimius gehört. Vom Parkplatz aus ist der Strand bequem zu Fuß erreichbar. Die Parkgebühr für den gesamten Tag beträgt etwa 10-15 Euro.
👨👩👧👦 Für wen geeignet? Porto Giunco eignet sich für jeden. Familien schätzen den flachen Einstieg ins Wasser, Paare die traumhafte Kulisse und Fotografen die einzigartige Farbenvielfalt. Wer zum ersten Mal im Südosten Sardiniens unterwegs ist, sollte diesen Strand definitiv einplanen.
✨ Mein persönliches Fazit: Porto Giunco ist einer dieser Orte, die man von Fotos kennt und bei denen die Realität tatsächlich genauso beeindruckend aussieht. Die Kombination aus Lagune, weißem Sand und kristallklarem Meer macht ihn zu einem der schönsten Strände im Süden Sardiniens. Für mich unter den TOP 3 meiner Lieblingsstrände auf Sardinien.
💡 Mein Tipp: Nur wenige Fahrminuten entfernt liegt der wunderschöne Punta Molentis, der ebenfalls zu den beliebtesten Stränden der Region gehört. Aufgrund seiner geschützten Lage gelten dort jedoch verschiedene Naturschutz- und Zugangsregelungen, die sich je nach Saison ändern können. Informiere dich deshalb vor deinem Besuch über die aktuellen Bestimmungen zu Parkplätzen, Strandzugang sowie den erlaubten Strandutensilien.
Lido di Orrì und Spiaggia di Cea
🌴 Eindruck: Der Lido di Orrì gehört für mich zu den vielseitigsten Stränden der Ogliastra. Der mehrere Kilometer lange Sandstrand bietet jede Menge Platz, sodass selbst an gut besuchten Tagen nie das Gefühl von Enge aufkommt. Gleichzeitig sorgen kleine Felsabschnitte und die traumhafte Bergkulisse im Hinterland für das typisch sardische Postkartenflair.
💙 Wasserfarbe: Das Meer präsentiert sich auch hier in den bekannten Türkis- und Blautönen, für die Sardinien berühmt ist. Besonders bei ruhiger See wirkt das Wasser kristallklar und nahezu durchsichtig. Der helle Sandboden verstärkt den karibischen Eindruck zusätzlich.
🅿️ Parken: Entlang des weitläufigen Strandes gibt es mehrere Zugänge mit kostenpflichtigen Parkplätzen. Dadurch verteilen sich die Besucher sehr gut und man findet selbst in der Hauptsaison meist noch einen angenehmen Platz am Strand.
👨👩👧👦 Für wen geeignet? Der Lido di Orrì eignet sich hervorragend für Familien, Paare und alle, die einen entspannten Badetag verbringen möchten.
✨ Mein persönliches Fazit: Wenn ich mich für einen Strand entscheiden müsste, an dem ich problemlos einen ganzen Urlaubstag verbringen könnte, wäre der Lido di Orrì ganz weit vorne dabei.
💡 Mein Tipp: Direkt neben dem Lido di Orrì liegt der ebenfalls wunderschöne Spiaggia di Cea, der vor allem für seine markanten roten Felsen bekannt ist. Die beiden Strände lassen sich ideal miteinander verbinden. Allerdings lohnt es sich, vorab einen Blick auf die aktuellen Bedingungen zu werfen, da der Spiaggia di Cea je nach Jahreszeit und Strömungsverhältnissen gelegentlich stärker von Algen betroffen sein kann. An guten Tagen gehört aber auch dieser Strand zu den schönsten Küstenabschnitten der gesamten Ostküste Sardiniens.
Spiaggia del Poetto
🌴 Eindruck: Der Poetto ist der bekannteste Stadtstrand Sardiniens und erstreckt sich über mehrere Kilometer entlang der Küste von Cagliari. Anders als viele der naturbelassenen Strände der Ogliastra steht hier das urbane Strandleben im Mittelpunkt. Cafés, Beach Bars, Promenaden und Freizeitangebote prägen das Bild.
💙 Wasserfarbe: Das Wasser zeigt sich auch hier in schönen Blau- und Türkistönen, insbesondere an sonnigen Tagen.
🅿️ Parken: Rund um den Strand stehen zahlreiche Parkmöglichkeiten zur Verfügung.
👨👩👧👦 Für wen geeignet? Ideal für Städtereisende, die einen Besuch von Cagliari mit einigen Stunden am Meer verbinden möchten. Auch für Spaziergänge entlang der Promenade bietet sich der Poetto hervorragend an.
✨ Mein persönliches Fazit: Der Poetto ist ohne Frage ein beliebter und lebendiger Stadtstrand. Wer jedoch die ursprünglichen Traumstrände der Ogliastra oder des Südostens Sardiniens sucht, wird dort vermutlich andere Favoriten finden. Für einen kurzen Zwischenstopp während eines Besuchs in Cagliari ist er dennoch absolut einen Blick wert, obgleich mich der Poetto-Strand nicht abgeholt hat.
⛵ Das Highlight meiner Reise: Mit dem Boot entlang der Baunei-Küste
So schön die Strände der Ogliastra und des Südostens auch sind, eines wurde mir während meines Aufenthalts schnell klar: Die spektakulärsten Perspektiven auf Sardiniens Ostküste erlebt man nicht vom Auto oder vom Strand aus, sondern vom Wasser.
Deshalb durfte ein Ausflug an die berühmte Baunei-Küste natürlich nicht fehlen. Gemeinsam mit Fuorirotta Charters startete ich in Santa Maria Navarrese zu einer ganztägigen Bootstour auf der "Federica" entlang einer der beeindruckendsten Küsten Europas.
Badestopps gab es an der:
Cala Mariolu
Cala Gabbiani
Cale Biriala und der berühmten
Cala Goloritze
In der Bucht der Cala Goloritze konnte ich direkt vom Schiff direkt ins Blaue springen, an allen anderen Stops bin ich an Land gegangen und hatte jeweils zwischen einer und eineinhalb Stunden Badeaufenthalt.
Die Eindrücke dieser traumhaften Küste sprechen am besten für sich selbst.
Während die Baunei-Küste vor allem mit ihrer spektakulären Natur begeistert, zeigt Sardinien in Cagliari noch einmal eine ganz andere Seite. Deshalb durfte auch ein kurzer Besuch in der Inselhauptstadt nicht fehlen. Da Cagliari jedoch deutlich mehr zu bieten hat als einen kurzen Zwischenstopp, widme ich der Stadt einen eigenen ausführlichen Beitrag, den du demnächst HIER findest.
Mein Fazit zur Ogliastra und dem Südosten Sardiniens
Nach meinem ersten Sardinien-Urlaub im Jahr 2023 (hier war ich überwiegend im Norden, Nord-Osten und Nord-Westen unterwegs) war ich gespannt, ob mich die Ost- und Südostküste genauso begeistern würden. Heute kann ich sagen: Sie haben es geschafft.
Die Ogliastra und der Südosten Sardiniens bieten eine beeindruckende Mischung aus ursprünglicher Natur, traumhaften Stränden, charmanten Orten und spektakulären Küstenlandschaften. Während viele Reisende vor allem die Costa Smeralda kennen, erlebt man hier ein Sardinien, das oft etwas ruhiger, authentischer und gleichzeitig unglaublich vielfältig ist.
Besonders die Kombination aus entspannten Strandtagen, kleinen Entdeckungen in Orten wie Muravera oder Santa Maria Navarrese und dem unvergesslichen Bootsauflug entlang der Baunei-Küste hat diese Reise für mich zu etwas ganz Besonderem gemacht.
Wer Sardinien bereits kennt und einen anderen Teil der Insel entdecken möchte oder zum ersten Mal auf die Mittelmeerinsel reist, findet hier eine Region, die mit einigen der schönsten Landschaften Europas überrascht.

📌 Praktische Tipps für deinen Urlaub in der Ogliastra
✈️ Anreise
Der nächstgelegene Flughafen ist Cagliari.
Von Cagliari benötigst du etwa 1 Stunde und 45 Minuten bis zur Ogliastra.
Ich selbst bin über Olbia angereist, da die Flüge bei frühzeitiger Buchung deutlich günstiger waren. Die Fahrzeit zur Unterkunft betrug dafür rund 2,5 Stunden.
Ein Mietwagen ist in dieser Region nahezu unverzichtbar und du kannst HIER ganz unkompliziert einen Mietwagen finden*.
☀️ Beste Reisezeit
Mai bis Juni
Angenehme Temperaturen
Weniger Besucher
Perfekt für Ausflüge und Wanderungen
das Meer ist noch frisch
September
Für mich die ideale Reisezeit
Das Meer ist angenehm aufgewärmt von den Sommermonaten
Deutlich entspannter als in den Sommerferien
Juli und August
Höchste Temperaturen
Höchstes Besucheraufkommen
Frühzeitige Reservierungen erforderlich
🇮🇹 Italienische Ferien beachten
Besonders im August verreisen viele Italiener selbst. Rund um Ferragosto (15. August) sind Strände, Unterkünfte und Restaurants deutlich voller als in den übrigen Monaten.
🛒 Einkaufen vor Ort
In größeren Orten wie Tortoli, Arbatax, Bari Sardo oder Muravera findest du problemlos Supermärkte, Bäckereien und kleinere Geschäfte für den täglichen Bedarf. Besonders praktisch sind:
Eurospin (die Preise sind vergleichbar mit ALDI)
Conad (preislich ähnlich wie Kaufland)
Crai (die Preise sind vergleichbar mit EDEKA oder REWE)
🚤 Tipp für die Baunei-Küste
Wer die berühmten Buchten wirklich erleben möchte, sollte mindestens einen Tag für eine Bootstour einplanen. Viele der schönsten Strände sind vom Land aus nur schwer oder gar nicht erreichbar und zeigen ihre wahre Schönheit erst vom Wasser aus.
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