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Sardinien hautnah - Von Stränden bis zu prähistorischen Schätzen

  • Autorenbild: Michaela
    Michaela
  • 16. März 2025
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 11. Aug. 2025

Der Norden Sardiniens liegt im Mittelmeer und gehört zur italienischen Region Sardinien, der zweitgrößten Insel im Mittelmeer. Die Region erstreckt sich von der Nordwestküste, die vom Golf von Asinara geprägt wird, bis zur Nordostküste, wo sich die Costa Smeralda und der Golf von Olbia befinden. Die nördlichste Spitze der Insel ist das Capo Testa, nahe der Stadt Santa Teresa Gallura, das nur wenige Kilometer von Korsika entfernt ist und durch die Straße von Bonifacio getrennt wird.

Die Landschaft ist durch eine Mischung aus bergigem Terrain, Küstenebenen und felsigen Buchten geprägt.


Meinen Roadtrip durch den Norden und Nord-Osten Sardiniens startete direkt in Olbia (Flughafen). Ich holte meinen Mietwagen ab und machte mich auf in Richtung Sassari, das gut 100 Kilometer nordwestlich von Olbia liegt, um meine Base für die kurze Urlaubswoche zu beziehen und um mir die wunderschönen Landschaften und Strände anzuschauen.




Bei der Urlaubsplanung weckte besonders die Entdeckung, dass Sardinien reich an Nuraghen ist, meine Neugier. Jetzt rätselt ihr, was zur Hölle sind Nuraghen. Nun, Nuraghen sind prähistorische Turmbauten aus der Bronzezeit (ca. 1800–300 v. Chr.), einzigartig auf Sardinien. Aus Basalt- oder Granitblöcken ohne Mörtel errichtet, dienten sie als Wohn-, Wehr- oder Kultstätten. Über 7.000 existieren auf der Insel. Die wohl bekannteste ist die Su Nuraxi di Barumini, ein UNESCO-Weltkulturerbe.

Ich selbst habe mir die Nuraghe Santu Antine angeschaut. Sehr beeindruckend!


Eine kurze Autofahrt später fand ich mich dann schon in Bosa Marina wieder, ein malerischer Küstenort, in dem man nebem dem Torre di Bosa (Wachturm) auch durch eine wunderschöne Altstadt schlendern kann (Burg Malaspina). Am späten Nachmittag zog es mich nach Alghero, und die imposante Küstenstraße von Bosa führte mich direkt in die charmante Stadt. Parken war kostengünstig direkt am Hafen und dem Riesenrad (Ruota Panoramica Alghero) möglich. Gemütlich in der Kabine des Riesenrads schwebend, genoss ich meinen zauberhaften Blick auf die Stadt. Als ich wieder festen Boden unter den Füßen spürte, zog mich die Magie der Stadt direkt weiter in die charmante Altstadt.


Am nächsten Tag stand mein persönliches Highlight auf dem Programm: La Pelosa Beach. Der Strand liegt in der Nähe des malerischen Fischerdorfs Stintino im Nordwesten Sardiniens und ist bekannt für seinen feinen weißen Sand und das türkisfarbene Wasser. Die Bilder sprechen sicher für sich. Bitte denkt an Sonnenschutz (sowohl für die Haut als auch den Kopf!) und auch an ein Ticket für den Zugang zum Strand (zumindest in den Sommermonaten!) sowie eine extra Matte für den Strand, auf der du dein Handtuch platzieren kannst. Ein Nichtbeachten dieser Regel kann eine Strafe von etwa 100 Euro nach sich ziehen (klingt total absurd, ist aber tatsächlich so!).



Den Sprung ins erfrischende Nass musste ich mir allerdings erst einmal erarbeiten, denn ohne Fleiß kein Preis. Konkret bedeutete dies: über einen kurzen Stop am Porto Ferro Beach (ein Surferparadies!) ging es weiter zum Capo Caccia und der Grotta di Nettuno.


Die Grotta di Nettuno ist eine beeindruckende Tropfsteinhöhle. Sie erstreckt sich über etwa 4 Kilometer, wobei nur ein kleiner Teil für Besucher zugänglich ist. Die Höhle ist bekannt für ihre faszinierenden Stalaktiten und Stalagmiten sowie einen kleinen Salzwassersee, der mit dem Meer verbunden ist.

Man erreicht die Grotte entweder per Boot oder über die spektakuläre Escala del Cabirol, eine in den Fels gehauene Treppe mit 654 Stufen. Ich habe natürlich die Treppen gewählt, sowohl für den Hin- als auch den Rückweg :-). Die Aussicht entlang der Treppen ist atemberaubend!!!


Der nächste Tag stand ganz im Zeichen meines Geburtstags und hierfür plante ich lediglich ein Strand-zu-Strand-hüpfen, natürlich auch als Belohnung für den gestrigen Tag. Verweilt habe ich an den nachstehenden Stränden und ihren Ortschaften:


  • Porto Cervo mit seiner über dem Hafen thronenden Kirche Stella Maris (vom Architekten Michele Busiri Vici, schlichten und elegant)

  • Grande Pevero Beach

  • Spiaggia di Capriccioli

  • Porto Rotondo mit Hafen und in der Nähe dem Ira Beach



Ein kleines letztes Highlight stand am nächsten Tag auf dem Programm: La Maddalena! La Maddalena ist die Hauptinsel des gleichnamigen Archipels im Nordosten Sardiniens. Sie ist bekannt für ihre traumhaften Strände, das kristallklare Wasser und ihre malerische Stadt mit engen Gassen und einem lebhaften Hafen. Die Insel gehört zum Nationalpark La Maddalena und ist ein Paradies für Naturliebhaber, Wanderer und Taucher. Besonders sehenswert ist die Nachbarinsel Caprera, die ich über eine Brücke mit dem Fahrrad erreichte.


Ich möchte dir unbedingt einen Tagesausflug nach La Maddalena ans Herz legen, wenn es deine Zeit auf Sardinien zulässt - ein kleines Paradies im Paradies. Ein Fahrrad kannst du relativ easy, je nach Saison, im Hafenbereich in der ersten Reihe mieten. Ich empfehle ein E-Rad.



Weitere Orte mit kultur-historischem Hintergrund, die ich mir angeschaut habe:


Castelsardo: ein malerisches mittelalterliches Dorf, das auf einem Hügel über dem Meer thront. Es beeindruckt mit seiner gut erhaltenen Altstadt, den engen, gepflasterten Gassen und der majestätischen Burg der Doria aus dem 12. Jahrhundert. Von hier aus hat man eine atemberaubende Aussicht auf die Küste und das Tyrrhenische Meer. Der Ort ist bekannt für seine traditionelle Korbflechterkunst. Besuche unbedingt die Kathedrale Sant’Antonio Abate. Sie ist für ihre Fresken und ihre Lage direkt über den Klippen bekannt.


Nur einen Katzensprung von Castelsardo entfernt findest du den Elefantenfels (Roccia dell´Elefante). Dieser beeindruckende, wie ein Elefant aussehender, Felsbrocken wurde durch natürliche Verwitterung geformt und war in der Nuraghenzeit eine Kultstätte. Ein faszinierendes Stück Natur und Geschichte!



Am letzten Tag verließ ich die Region um Sassari bei einem fantastischen Sonenaufgang, da ich vor meinem Rückflug unbedingt noch die Altstadt in Olbia erkunden wollte. Angeschaut habe ich mir die kleine, süße Gasse nahe des Hafens (Corso Umberto I) und einige Kirchen (u. a. die Basilika San Simplicio; diese romanische Kirche stammt aus dem 11. und 12. Jahrhundert und ist aus Granit erbaut).


Noch schnell ein cremiges Pistazien-Eis in Olbias beliebtester Eisdiele, der "Regina di Coni", genossen – und schon war es Zeit, Sardinien mit einem wehmütigen "Arrivederci" zu verabschieden.


Hotel-Tipp: private Unterkunft GRAZIA´s Apartment, Sassari

Restaurant-Tipp: ggü. der Hauptstraße meiner Unterkunft eine köstlich schmeckende italienische Pizza aus dem Steinofen (keine Pizzeria, nur Abholservice)!; "Regina di Coni", beste Eisdiele in Olbia; Ristorante Tipico, Bosa Marina


Fazit: Der Norden Sardiniens vereint Geschichte, Natur und Kultur auf eindrucksvolle Weise. Von den prähistorischen Nuraghen über malerische Küstenorte wie Bosa Marina und Castelsardo bis hin zu den atemberaubenden Stränden La Pelosa und der Costa Smeralda bietet die Region eine unvergleichliche Vielfalt.


Ich komme im Spätsommer 2026 wieder und dann wird der Süden von Sardinien erkundet. Den Reisebericht findest du dann hier. Alternativ kannst du natürlich meinen Newsletter abonnieren, damit du neue Reiseberichte künftig automatisch erhälst.


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