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Kalifornien 2002 – Meine Reise durch den Golden State

  • Autorenbild: Michaela
    Michaela
  • 4. Aug. 2025
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 11. Aug. 2025

Im Jahr 2002 zog es mich während meines Sabbaticals für etwa ein halbes Jahr nach Lodi, einem charmanten Städtchen in Kalifornien, das zwischen Weinbergen und Sonnenuntergängen liegt. Von dort aus begann meine Entdeckungsreise durch Kalifornien und Nevada. Die Strecken legte ich sowohl mit dem Greyhound-Bus (Lodi - Los Angeles und Lodi - San Fransisco), dem Auto (in Richtung Yosemite Nationalpark) als auch mit dem Flugzeug (Lodi - Las Vegas, Lodi - San Diego) zurück. Mein Ziel der Reise: die klassischen Sehenswürdigkeiten zu erleben, Naturwunder zu bestaunen und mich auf Begegnungen mit Menschen einzulassen, die meine Reise bereichern würden.


Weinberge (Copyright: Unsplash)
Weinberge (Copyright: Unsplash)

Was ich nicht erwartet hatte: dass diese Reise mein Leben verändern würde. Denn neben beeindruckenden Orten durfte ich viele wunderbare Menschen kennenlernen; einige dieser Begegnungen haben sich zu Freundschaften entwickelt, die bis heute bestehen. Menschen, mit denen ich gelacht habe, stundenlang unterwegs war und die mich eingeladen haben in ihre Welt.

 

San Francisco – Nebel, Brücken und Charme

San Francisco begrüßte mich mit seinem berühmten Nebel und der majestätischen Golden Gate Bridge, die ich mit dem Auto überquert habe. Die Cable Cars ratterten durch die steilen Straßen, und ein Besuch auf Alcatraz ließ mich in die düstere Geschichte der Gefängnisinsel eintauchen. Ein Besuch am Pier 39 mit seinen jaulenden Seelöwen und das bunte Chinatown rundeten das Erlebnis ab.

Nicht zu vergessen natürlich die Lombard Street: auf einem nur 145 Meter langen Abschnitt zwischen Hyde und Leavenworth Street windet sich die Straße in acht scharfen Serpentinen den Russian Hill hinunter. Aber Achtung: Der kurvige Abschnitt ist nur bergab befahrbar. Die Straße ist mit roten Ziegelsteinen gepflastert und mit liebevoll gepflegten Blumenbeeten gesäumt, besonders im Frühling ein echter Hingucker. So kommst du hin: Am besten mit der Cable Car Linie Powell-Hyde, die direkt am oberen Ende der kurvigen Strecke hält.


Tipp: ein Abstecher nach Santa Cruz und Monterey mit seinem wunderbaren Monterey Bay Aquarium.


 

Los Angeles – Glanz und Gegensätze

In Los Angeles war ich fasziniert vom Hollywood Sign, dem Walk of Fame und den glamourösen Straßen von Beverly Hills. Shoppen war allerdings nicht, weil´s schlichtweg zu teuer für meinen Geldbeutel war als damals noch junger Hüpfer. Ich schlenderte durch Venice Beach, wo Bodybuilder am Muscle Beach trainierten, chillte ein wenig am Strand und genoss die kreative Energie am Santa Monica Pier. Die Stadt war laut, weitläufig und voller Kontraste - genau wie ich sie mir vorgestellt hatte.


 

Lake Tahoe – Türkisblaues Wasser und alpine Ruhe

Lake Tahoe hingegen war ein Ruhepol. Ich erinnere mich an die klare Bergluft, die türkisfarbenen Buchten und die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada. Besonders die Aussichtspunkte rund um die Emerald Bay und die Wanderung zu den Eagle Falls blieben mir in Erinnerung. Ein Ort zum Durchatmen. Im Winter kannst du hier wunderbar Skilaufen und dich vorher im IHOP (International House of Pancakes) stärken. Lecker!!!


 

Las Vegas – Lichtermeer und Naturwunder

Las Vegas empfing mich mit einem überwältigenden Rausch aus Neonlichtern, schillernden Shows und klingelnden Spielautomaten. Dank meiner frühen Ankunft konnte ich den gesamten Strip einmal von Nord nach Süd und zurück durchqueren – rund 13,5 Kilometer, für die ich mir stolze acht Stunden Zeit nahm.


Neugierig schlenderte ich durch nahezu jedes Hotel am Boulevard oder warf zumindest einen Blick in die pompösen Foyers. Besonders eindrucksvoll war die magisch inszenierte Wasser-Musik-Show am Bellagio. Auch das legendäre Mirage Hotel hinterließ Eindruck – einst Heimat der berühmten Siegfried & Roy und ihrer weißen Tiger und Löwen. Mittlerweile sehe ich solche Tier-Shows kritisch, und laut Medienberichten soll das Mirage 2027 durch das neue Hard Rock Las Vegas ersetzt werden.


Den Abend ließ ich stilecht ausklingen: mit einer klassischen Chippendale-Vorführung im Flamingo Hotel – kitschig, charmant und typisch Vegas.



Doch mein abolsutes Highlight während meines Las Vegas-Aufenthaltes war der Rundflug über den Grand Canyon - ein unvergesslicher Moment, als sich die gewaltige Schlucht unter mir auftat. Auch der Besuch des Hoover Dam, ein technisches Meisterwerk inmitten der Wüste, beeindruckte mich zutiefst.

 


San Diego – Sonne, Surfer und Seelöwen

San Diego war entspannt und sonnig. Ich erkundete den Balboa Park, besuchte den San Diego Zoo (auch dies sehe ich heute kritisch) und genoss die Küste bei La Jolla Cove, wo Seelöwen faul in der Sonne lagen. Der Gaslamp Quarter mit seinen historischen Gebäuden und lebendigen Restaurants war ein schöner Kontrast zur Natur und ein entspannter Gegenpol zu den Großstädten.

 

VW Bulli mit Surfbrettern auf dem Dach
Surfbretter auf dem Dach, Bulli im Wind – das Leben kann so einfach sein (Copyright by Unsplash)

Yosemite & Big Trees – Giganten der Natur

Im Yosemite Nationalpark stand ich ehrfürchtig vor den Mammutbäumen im Mariposa Grove - uralte Riesen, die die Zeit überdauert haben. Die Aussicht vom Glacier Point auf das Yosemite Valley war atemberaubend. Hier wäre ich sehr gerne länger geblieben, aber die Zeit ließ es leider nicht zu und so komme ich vielleicht noch einmal zurück an diesen großartigen Ort.

 


Sacramento – Geschichte trifft Gegenwart

In Sacramento, der Hauptstadt Kaliforniens, tauchte ich in die Geschichte des Goldrauschs ein. Old Sacramento mit seinen Holzplankenstraßen und historischen Gebäuden versetzte mich in eine andere Zeit. Das California State Capitol, für mich immer wieder wie das kleine Capitol im Vergleich zu Washington D.C., war ein architektonisches Highlight, und der American River Parkway lud zum Spazieren ein und das nicht nur wegen der vielen kleinen grauen Squirrel.



Fazit: California isn’t a place – it’s a feeling und das ist Grund genug noch einmal zurückzukehren, denn es gibt noch so viele Orte an der Westküste, die ich unbedingt sehen möchte.


Warst du schon in Kalifornien oder planst eine Reise dorthin? Lass es mich wissen; gern helfe ich dir bei deiner Reiseplanung.

 

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