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Ciao Firenze – eine Liebeserklärung zwischen Domkuppel und Pistazien-Zuccini-Pasta

  • Autorenbild: Michaela
    Michaela
  • 30. Juni 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 11. Aug. 2025

Florenz liegt in Mittelitalien am Fluss Arno, umgeben von den Hügeln der Toskana. Die Stadt war im Zeitalter der Renaissance ein bedeutendes kulturelles Zentrum und Geburtsort großer Künstler wie Leonardo da Vinci und Michelangelo.


Heute ist Florenz für seine beeindruckende Architektur, weltberühmten Museen und die Altstadt bekannt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Florenz hat etwa 362.600 Einwohner und umfasst rund 102 Quadratkilometer. Die Stadt vereint auf relativ kleinem Raum eine enorme historische und kulturelle Dichte – ein echtes Juwel im Herzen der Toskana.


Über den Dächern von Florenz
Über den Dächern von Florenz, auf der "Piazzale Michelangelo" mit Blick auf den Arno

Früh am Morgen ging’s los aus Loro Ciuffenna – das kleine toskanische Dorf lag noch verschlafen unter dem sanften Licht der Hügel. Die Fahrt nach Florenz führte durch eine Bilderbuchlandschaft aus Weinbergen und Zypressen, und je näher man der Stadt kam, desto lebendiger wurde das Treiben.



In Florenz angekommen, führte mich mein erster Weg zum Mercato Centrale, nur wenige Schritte vom Bahnhof entfernt. Zwischen frischem Brotduft, dem Klirren der Espressotassen und dem bunten Stimmengewirr gönnte ich mir einen Cappuccino und ein Croissant und beobachtete wie das florentinische Leben Einzug hielt.


Mit einem Herz, das lachte und den Geräuschen des Marktgewusels noch im Ohr, begann ich meinen Spaziergang durch Florenz. Der Duft von frischem Brot und Kaffee wehte mir entgegen, als ich den Mercato Centrale verließ.


Die Stadt war schon wach, aber noch nicht überfüllt, und genau das schenkte jedem Schritt Leichtigkeit. Ich schlenderte durch enge Gassen und gelangte bald zum Baptisterium San Giovanni, wo goldene Mosaiken leuchteten wie ein Versprechen an eine Zeit, in der Kunst Glaube war.


Gleich daneben erhob sich der Dom von Florenz (DAS Wahrzeichen der Stadt), majestätisch und voller Geschichte. Ich blieb stehen, ließ den Blick über die Kuppel schweifen und spürte für einen Moment, wie klein und gleichzeitig verbunden man sich fühlen kann.

Weiter ging’s zum Palazzo Vecchio (einst das Machtzentrum der Republik Florenz) – das Herz der alten Republik. Auf der Piazza della Signoria pulsierten Gegenwart und Vergangenheit im gleichen Takt. Menschen, Stimmen, Skulpturen – alles schien in Bewegung, und doch ruhte der Ort in sich.



In der Basilika Santa Croce (Meisterwerk der Gotik) wurde es stiller. Ich trat ein, sah die Grabplatten großer Geister – Michelangelo, Galileo – und spürte Ehrfurcht. Draußen empfing mich das Sonnenlicht fast wie eine Umarmung.



Dann begann der Aufstieg zur Piazzale Michelangelo (der schönste Panoramablick auf die Stadt!) – langsam, Schritt für Schritt, begleitet vom leisen Rauschen des Arno und dem Duft blühender Gärten, die den Weg säumten. Mit jedem Höhenmeter öffnete sich der Blick ein Stück weiter, bis sich oben schließlich ein Panorama entfaltete, das mir den Atem raubte (und das nicht nur, ob des Aufstiegs): Florenz lag wie ein Gemälde zu meinen Füßen – Dächer, Dom, Brücken, getaucht in das goldene Licht des Nachmittags. Es war einer jener seltenen Momente, in denen der Weg selbst zum Ziel wird – und jeder einzelne Schritt sich lohnt.



Der Weg zurück führte mich über den Ponte Vecchio (die berühmte mittelalterliche Brücke über den Arno, bekannt für ihre kleinen Schmuckläden), vorbei an funkelnden Auslagen und Musikern, deren Melodien durch die Luft tanzten. In der Via dei Brunelleschi endete mein Spaziergang direkt im Restaurant von Sophia Loren, und hier ließ ich es mir bei einer leckeren Pistazien-Zuccini-Pasta gutgehen.


Danke, Florenz – für deine Schönheit, die Geschichte atmet, für den Kaffee am Morgen und den Blick von der Piazzale. Für deinen Trubel, deine Stille, deine Wärme. Ich gehe – aber du bleibst in meinem Herzen. Ciao, Firenze.


Ein MUSS für Kunstliebhaber: ein Besuch der Uffizien!

Die Uffizien zählen zu den berühmtesten Kunstmuseen der Welt. Ursprünglich im 16. Jahrhundert als Verwaltungsgebäude für die Familie Medici geplant, wurden sie bald zur Schatzkammer der Renaissancekunst.

Heute kann man dort Meisterwerke von Künstlern wie Botticelli, Leonardo da Vinci, Michelangelo und Caravaggio bewundern. Besonders bekannt sind „Die Geburt der Venus“ und „Primavera“.


Zum Schmunzeln in Florenz:

In Florenz kann man nicht nur große Kunst bewundern, sondern auch kleinen Glücksbringern begegnen (wenn man Humor hat).


Il Porcellino ist ein bronzenes Wildschwein, das an der Loggia del Mercato Nuovo steht. Es heißt, wer seine Schnauze streichelt und eine Münze in das Gitter darunter fallen lässt, dem bringt das Glück. Die Nase glänzt mittlerweile vom vielen Berühren – ein liebgewonnenes Ritual vieler Besucher.



Dann gibt’s da noch eine eher ungewöhnliche Entdeckung: zwei kleine Bronzefiguren – ein Männlein und ein Weiblein, die urinieren. Eine verspielte, moderne Kunstszene, die sich gut versteckt hält. Manche entdecken sie zufällig – und schmunzeln über diesen kleinen, stillen Kommentar zum florentinischen Alltag zwischen Hochkultur und Menschlichkeit. Ich habe sie bewußt ge- und besucht und für lustig befunden.



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