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Pastéis, Paläste und Panorama - Erlebnisse in Lissabon

  • Autorenbild: Michaela
    Michaela
  • 7. März 2025
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 11. Juli 2025

Lissabon, die Hauptstadt Portugals, liegt im westlichsten Teil des europäischen Festlandes und ist eine der wichtigsten Hafenstädte Europas. Die Lage am Atlantik hat Lissabon zu einem wichtigen Handelszentrum und Ausgangspunkt für viele historische Entdeckungsreisen gemacht. Die Stadt liegt auf einer relativ hügeligen Landschaft, die spektakuläre Ausblicke auf den Ozean und den Fluss Tejo bietet.


Gemeinsam mit meiner Tochter zog es mich im Spätsommer 2018 in diese wunderbare Metropole Portugals. Die Hügel der Stadt bereiteten mir zwar etwas Respekt, aber wie heißt es so schön: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Kaum angekommen, starteten wir direkt mit unserem Sightseeing-Programm.


Unser erster Stopp war das beeindruckende Mosteiro dos Jerónimos in Belém, ein Meisterwerk des manuelinischen Stils und ein Symbol von Portugals großer Seefahrergeschichte. Anschließend liefen wir hinüber zum ikonischen Torre de Belém, der ursprünglich als Verteidigungsanlage erbaut wurde und heute für Portugals maritime Blütezeit steht. Beide Bauwerke, die aus dem 16. Jahrhundert stammen und Teil des UNESCO-Weltkulturerbes sind, spiegeln die historische und architektonische Pracht Lissabons wider – ein unvergesslicher Auftakt unserer Reise!




Nach dem kulturellen Teil freuten wir uns auf eine wohlverdiente Belohnung und steuerten direkt die Manufaktur an, in der die berühmten Pastéis de Belém hergestellt werden. Du fragst dich vielleicht, warum ich nicht von Pastéis de Nata spreche. Hier der Unterschied: Die Pastéis de Belém dürfen nur so genannt werden, wenn sie aus der traditionsreichen Bäckerei in Belém stammen, die seit 1837 die Originalrezeptur verwendet. Diese Rezeptur, einst von den Mönchen des Mosteiro dos Jerónimos entwickelt, ist bis heute ein streng gehütetes Geheimnis. Alle anderen portugiesischen Puddingtörtchen werden Pastéis de Nata genannt, da sie nicht nach der Originalrezeptur hergestellt werden. Es ist ein bisschen wie bei Champagner – nur das Original aus der Region darf den geschützten Namen tragen.



Der nächste Tag sollte ebenfalls etwas Wunderbares für uns bereithalten: Ein Ausflug nach Sintra, das etwa 25 Kilometer westlich von Lissabon liegt, eingebettet in die üppig grünen Hügel der Serra de Sintra. In Sintra wollten wir den Palácio da Pena auskundschaften. Der Palácio besticht durch seine farbenfrohen Terrassen, kunstvoll verzierten Zinnen und zahlreichen mythologischen Skulpturen. Er wurde im 19. Jahrhundert auf den Ruinen eines ehemaligen Klosters errichtet und kombiniert verschiedene Baustile wie Neogotik und Neomanuelinik. Mit seiner auffälligen Architektur und der Lage inmitten üppiger Wälder ist er eines der bekanntesten Wahrzeichen Portugals und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ein Märchenpalast voller Charme mit einen atemberaubenden Blick auf die umliegende Landschaft.




Bahnhof Oriente
Bahnhof Oriente

Auf dem Rückweg sind wir am Bahnhof Oriente ausgestiegen. Zum einen, um uns einen der schönsten, modernen Bahnhöfe anzuschauen, die ich je gesehen habe und zum anderen, um in dem gegenüberliegendem Shoppingparadies ein wenig zu schlendern und zu Mittag zu essen. Der Bahnhof ist ein beeindruckendes Beispiel für zeitgenössische Architektur. Entworfen hat ihn der Architekt Santiago Calatrava.









Weitere Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch lohnen:


  • Alfama (der älteste Teil Lissabons) ist bekannt für seine engen, verwinkelten Gassen, historischen Gebäude, die beeindruckenden Aussichtspunkte (Miradouros) und die traditionelle Fado-Musik, die du u. a. hier hören und live erleben kannst: Fado in Chiado, Rua da Misericórdia 14.

  • Castelo de São Jorge: Das majestätische Castelo de São Jorge erhebt sich hoch über Lissabon und bietet eine spektakuläre Aussicht, die den oft steilen Aufstieg mehr als wettmacht. Dieses historische Wahrzeichen belohnt Besucher mit einem unvergleichlichen Panorama über die Stadt und den Tejo. Ein Ort, der die Mühe des Aufstiegs in jeder Hinsicht wert ist. 😊

  • Tram 28E: Diese Straßenbahnlinie ist die wohl bekannteste in Lissabon. Sie ist berühmt für ihre charmanten gelben Wagen und ihre malerische Strecke durch die Stadt. Wir sind am frühen Morgen am Martim Moniz eingestiegen, da der Vorteil klar auf der Hand lag: freie Sitzplätze!! Wir fuhren mit der Bahn durch die historischen Viertel Alfama, Graça und Bairro Alto. Auf dem Weg passiert sie Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale Sé und den Aussichtspunkt Miradouro de Santa Luzia.

  • Elevador de Santa Justa: Ganz nett anzusehen, für mein Empfinden allerdings überbewertet und das lange Anstehen hat sich für uns nicht gelohnt.

  • Praça do Comércio: Der große Marktplatz direkt am Meer; man kann den Rundbogen besichtigen und hinaufsteigen. Wir haben das gemacht und der Ausblick kann sich sehen lassen!

  • Pink Street: Die Pink Street, die offiziell übrigens Rua Nova do Carvalho heißt, war früher ein Rotlichtviertel im Stadtteil Cais do Sodré. Um das Viertel zu revitalisieren und ihm ein neues Image zu geben, wurde die Straße in den 2010er Jahren rosa gestrichen. Heute ist sie ein angesagter Treffpunkt mit Bars, Restaurants und einem pulsierenden Nachtleben.

  • Parque das Nações (Park der Nationen): Der Park wurde für die Weltausstellung Expo 1998 errichtet. Heute ist das Gebiet ein modernes Stadtviertel mit futuristischer Architektur. Gönn` dir unbedingt eine Fahrt mit der Schwebebahn über den Tejo (Telecabine Lisboa).




Hotel-Tipp: Sunset Destination Hostel (es gibt auch Zimmer mit eigenem Bad; das Hostel hat eine wunderschöne Dachterrasse mit kleinem Whirlpool mit einer phänomenalten Aussicht auf den Tejo und die Ponte 25 de Abril.

Restaurant-Tipp: Time Out Market, Lissabon; Pastéis de Belém, Belém


Fazit: Lissabon und Umgebung strahlen mit ihrer bunten Vielfalt, beeindruckenden Architektur und diesem ganz besonderen Charme. Die Reise war nicht nur ein spannender Ausflug in Portugals Geschichte und Traditionen für mich, sondern hinterließ auch jede Menge unvergessliche Erlebnisse.


Lisboa, cidade das sete colinas.


Lust auf mehr? Wenn dir mein Bericht gefallen hat, begleite mich weiter auf meinen Reisen – und lass dich beim Lesen schon mal an die Algarve entführen.

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